heute am frühen abend schienen mir die vögel mega nervös. überall waren sie hektisch auf futtersuche. die am mittag noch gut bestückte futterstelle beim haus war zum beispiel plötzlich so gut wie leer. auf dem weg ins dorf sassen immer wieder einmal irgendwo vögel auf der strasse und pickten an etwas herum. das ist normalerweise nicht so. kurz vor einbruch der dunkelheit sieht man sonst kaum noch vögel unterwegs. im dorf selber verhielten sich die krähen ganz aufgeregt...
so verhalten sich die vögel manchmal, wenns am nächsten tag schneit oder zumindest ein unwetter aufzieht. aber angesagt ist schönes herbstwetter. es soll in dieser woche sogar jeden tag wieder etwas wärmer werden, bis zu 17 grad oder so. seltsam, dass sich die vögel trotzdem so verhalten haben heute abend.
auf der wiese vor der waldfutterstelle diesseits des dorfes sind die schafe übrigens weg und es ist abgezäunt. als ich rauf kam, war natürlich alles gefressen. erst das zweite mal in diesem herbst war ich heute oben, wegen der schafe gings nicht anders.
bei diesem blog dreht sich alles um das zufüttern von wildvögeln. ich habe erst vor nicht all zu langer zeit damit begonnen. vieles ist noch neuland für mich. über tipps freue ich mich jederzeit :D
Sonntag, 13. Oktober 2013
Sonntag, 6. Oktober 2013
warten
warten
bis die wespen vom futterbrett verschwinden. sie stehen früher auf als ich und nach sonnenuntergang sind sie immer noch da :(.
warten
bis die grosse schafherde, die mich von meinem neu auserkorenen waldfutterplatz diesseits des dorfes trennt, heimgeholt wird und wieder abgezäunt wird.
warten
auf den schnee. in vier bis fünf tagen soll es auf 900 meter herunterschneien, prophezeit die wettervorhersage.
bis die wespen vom futterbrett verschwinden. sie stehen früher auf als ich und nach sonnenuntergang sind sie immer noch da :(.
warten
bis die grosse schafherde, die mich von meinem neu auserkorenen waldfutterplatz diesseits des dorfes trennt, heimgeholt wird und wieder abgezäunt wird.
warten
auf den schnee. in vier bis fünf tagen soll es auf 900 meter herunterschneien, prophezeit die wettervorhersage.
Sonntag, 8. September 2013
auf der suche nach wald
das wetter schlägt um. die warmen spätsommertage scheinen vorbei zu sein. und es ist september: im september sollte man sowieso erste sachen dort hin tun, wo man im winter die vögel füttern will. damit die vögel dann, wenn es darauf ankommt, wissen, wo sie was finden können. ausserdem bekommen so auch einige zugvögel, die noch da sind, mit, wo sie was zu fressen finden, falls es, wenn sie im frühling zurückkommen, noch oder wieder schneit.
deshalb beschloss ich heute, knödel an die waldfutterstelle diesseits des dorfes zu bringen. eines war dabei klar: die stelle, wo ich die vögel die letzten zwei winter fütterte, muss ich vergessen. einmal, weil dort rundherum letzten frühling wie verrückt geholzt wurde, zum anderen klaute dort gegen ende letzten winters jemand die fettfutterbox. also werde ich dort nie wieder etwas hinhängen.
ich ging die strasse weiter hinauf, kurve um kurve. aber ich fand keine weitere waldstelle. von weitem sieht es so aus, als gäbe es dichte wälder. aber das sind pseudo-wälder. die bäume stehen alle in steil abfallenden tobeln. und bis zum rand des tobels erstrecken sich jeweils die sattgrünen weiden, ohne einem einzigen blümchen drauf, geschweige denn einem baum. es ist eine aufgeräumte, beziehungsweise ausgeräumte landschaft, wohin man auch schaut.
ich hab doch noch was neues gefunden, etwas mehr als hundert meter von der bisherigen futterstelle entfernt. die bäume dort stehen auch am tobel. aber das tobel wird hier von einer felswand begrenzt. es besteht also keine absturzgefahr. von der bisherigen futterstelle aus muss ich über eine weide aufwärts laufen, um hin zu kommen. für den winter möchte ich mir schneeschuhe anschaffen. sonst werde ich - wenn ein paar meter schnee liegen - nur sehr schwer hinauf kommen...
deshalb beschloss ich heute, knödel an die waldfutterstelle diesseits des dorfes zu bringen. eines war dabei klar: die stelle, wo ich die vögel die letzten zwei winter fütterte, muss ich vergessen. einmal, weil dort rundherum letzten frühling wie verrückt geholzt wurde, zum anderen klaute dort gegen ende letzten winters jemand die fettfutterbox. also werde ich dort nie wieder etwas hinhängen.
| kein wald zum betreten...
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| ... wo die bäume stehen, ist tiefe schlucht. |
ich hab doch noch was neues gefunden, etwas mehr als hundert meter von der bisherigen futterstelle entfernt. die bäume dort stehen auch am tobel. aber das tobel wird hier von einer felswand begrenzt. es besteht also keine absturzgefahr. von der bisherigen futterstelle aus muss ich über eine weide aufwärts laufen, um hin zu kommen. für den winter möchte ich mir schneeschuhe anschaffen. sonst werde ich - wenn ein paar meter schnee liegen - nur sehr schwer hinauf kommen...
| das ist die neue futterstelle... |
| ... von der neuen futterstelle aus sieht man rechts bzw. in der mitte des bildes die baumgruppe, wo ich den fettfutterblock vorher hatte. |
Dienstag, 3. September 2013
impressionen
ein junger vogel (buchfink oder grünfink?) bei den sonnenblumenkernen am futterbaum.
da bekommt er gesellschaft...
da bekommt er gesellschaft...
diese sonnenblumen im gartenbeet der nachbarin haben die vögel beim fressen der sonnenblumenkerne gesät :)
letzten sommer waren es noch viel mehr, und hanf hatten sie letztes jahr auch gesät :)
heuer fiel das meiste, vor allem der hanf, dem rasenmäher zum opfer, weil ich das futter an anderen stellen angebracht habe.
die getrockneten mehlwürmer (links) sind bei den vögeln nicht gerade wahnsinnig beliebt. sie nehmen immer nur ganz wenig davon.
fast jeden abend versammeln sich die krähen jetzt
in der abenddämmerung auf der stromleitung oberhalb des hauses.Sonntag, 1. September 2013
bilanz 2012
das alles haben die vögel an den drei futterstellen (beim haus, und im winter diesseits und jenseits im wald) im jahr 2012 gefressen:
aja, und diverse, ungezählte nussstangen und fettringe. das alles zusammen hat knapp 1000 Franken gekostet...
16 kg sonnenblumenkerne
30 kg erdnüsse
12 kg futterhaferflocken
etwa 420 fettknödel
23 kg wildvogelfutter
12 kg hanfsaat
8 kg loses fettfutter
2 kg insektenfutter
1 kg negersamen
5 kg streufutter
aja, und diverse, ungezählte nussstangen und fettringe. das alles zusammen hat knapp 1000 Franken gekostet...
Samstag, 3. August 2013
sprachbegabte krähen
als ich vor einiger zeit mal in uznach zu fuss zum bahnhof kam, hörte ich ganz ein exotisches vogelgeklapper. es klang wie ein storch, aber doch etwas seltsam.
ich fand heraus, von welchem baum das geklapper kam. und sah nach einiger zeit, während ich auf den zug wartete, auch den vogel, der die töne von sich gab. er war schwarz.
sieht aus wie eine krähe, dachte ich und bestaunte den vogel, der aussah wie eine krähe, aber klapperte wie ein storch.
dann outete er sich. er fing plötzlich ganz normal an zu krähen. wie eine krähe eben kräht. ich musste lachen.
ein paar tage später sah und hörte ich diese krähe wieder, als ich in uznach vom zug ausstieg. diesmal sass sie auf dem dach des kinos neben dem bahnhof und klapperte. die vielen störche in uznach haben es ihr wohl angetan.
als ich meinem mann von der klappernden krähe erzählte, meinte er nur, dass es hier bei uns auch so eine gebe. er habe sie kürzlich auf dem dach des nachbarhauses gesehen und gehört. ich konnte es kaum glauben. im toggenburg gibt es keine störche. wie kann da eine krähe einen storch imitieren, fragte ich mich. dann hörte ich sie selbst, in der nähe der badi hier bei uns.
jetzt bin ich doch etwas verwirrt, gebe ich zu. gibt es so viele krähen, die störche imitieren, dass ich gleich zwei von ihnen begegne? egal, ob es da, wo sie leben, störche gibt oder nicht?
oder ist es etwa die selbe? zwischen hier und Uznach liegt aber ein pass! folgt sie mir etwa? mein mann hat mich ganz schön ausgelacht, als ich auf diese idee kam...
die uzner störche haben im vergangenen nasskalten frühling übrigens sehr gelitten. von rund 60 ausgebrüteten jungstörchen haben gerade nur 2 überlebt.
ich fand heraus, von welchem baum das geklapper kam. und sah nach einiger zeit, während ich auf den zug wartete, auch den vogel, der die töne von sich gab. er war schwarz.
sieht aus wie eine krähe, dachte ich und bestaunte den vogel, der aussah wie eine krähe, aber klapperte wie ein storch.
dann outete er sich. er fing plötzlich ganz normal an zu krähen. wie eine krähe eben kräht. ich musste lachen.
ein paar tage später sah und hörte ich diese krähe wieder, als ich in uznach vom zug ausstieg. diesmal sass sie auf dem dach des kinos neben dem bahnhof und klapperte. die vielen störche in uznach haben es ihr wohl angetan.
als ich meinem mann von der klappernden krähe erzählte, meinte er nur, dass es hier bei uns auch so eine gebe. er habe sie kürzlich auf dem dach des nachbarhauses gesehen und gehört. ich konnte es kaum glauben. im toggenburg gibt es keine störche. wie kann da eine krähe einen storch imitieren, fragte ich mich. dann hörte ich sie selbst, in der nähe der badi hier bei uns.
jetzt bin ich doch etwas verwirrt, gebe ich zu. gibt es so viele krähen, die störche imitieren, dass ich gleich zwei von ihnen begegne? egal, ob es da, wo sie leben, störche gibt oder nicht?
oder ist es etwa die selbe? zwischen hier und Uznach liegt aber ein pass! folgt sie mir etwa? mein mann hat mich ganz schön ausgelacht, als ich auf diese idee kam...
die uzner störche haben im vergangenen nasskalten frühling übrigens sehr gelitten. von rund 60 ausgebrüteten jungstörchen haben gerade nur 2 überlebt.
Montag, 27. Mai 2013
ich kann keine tiere töten - und kann sie nicht heilen
heute musste ich zusehen, wie ein hirnloser autofahrer in einer quartierstrasse auf eine spatzenfamilie zuraste. vermutlich nahm er sie nicht einmal wahr. sind ja nur vögel.
es gschah, als ich mit dem hund unterwegs war. ich war etwa 50 meter von der stelle weg. sah die vögel schon vorher. sie hüpften da herum, halb auf dem trottoir, halb auf der strasse. spatzen, dachte ich und musste lächeln. dachte an die spatzen-mami, die zurzeit auf meinem futterbrett ihre jungen füttert, die schon flügge sind. sie piepsen die ganze zeit und die spatzen-mami steckt ihnen immer wieder irgendwas in den schnabel. die jungen da sind etwa genau so weit, dachte ich. dann kam das auto.
im letzten augenblick flogen die vögel über die strasse davon. ausgerechnet über die strasse. ich hoffte, sie schaffen es. aber als das auto vorbei war, lag ein kleiner vogel am strassenrand.
ich weinte. ging langsam zu ihm hin. den hund hielt ich ganz kurz an der leine. konnte ihn nirgends festmachen. und loslassen auch nicht. er ist ein jagdhund.
es war ein kleiner, noch ganz junger spatz. seitlich lag er da, fast auf dem rücken. er ist tot, dachte ich. aber ich sah keine verletzung. und er atmete. das auto hatte ihn fortgeschleudert. er atmete. und hatte die augen offen. der blick des kleinen vogels irrte hin und her.
du musst ihn töten, sagte eine stimme in mir, du musst ihn erlösen. entsetzt, verzweifelt hockte ich vor dem kleinen wesen. töten kann ich nicht. ich kann kein tier töten.
ich nahm ihn vorsichtig in meine rechte hand - links hatte ich den hund - und trug ihn in die wiese. setzte ihn im gras sanft ab. dann ging ich weg, damit ich und der hund an meiner seite ihn nicht noch mehr schockten. ich weiss, dass man junge vögel nicht berühren soll, damit sie von ihren eltern nicht im stich gelassen werden. aber ich habe es nicht über micht gebracht, ihn so auf dem asphalt liegen zu lassen, seitswärts, fast auf dem rücken, sterbend, vielleicht sterbend, und dem nächsten auto ausgeliefert.
hätte ich ihn mitnehmen und versuchen sollen ihn gesund zu pflegen? ich hätte nicht gewusst, wie ihn mitnehmen mit dem hund an meiner seite. der weg zurück zum auto war weit. wie ihn heil heimbringen? wo ihn zu hause sicher unterbringen? und wie ihn überhaupt gesund pflegen? ich kann keine tiere töten, und ich kann sie auch nicht heilen.
es gschah, als ich mit dem hund unterwegs war. ich war etwa 50 meter von der stelle weg. sah die vögel schon vorher. sie hüpften da herum, halb auf dem trottoir, halb auf der strasse. spatzen, dachte ich und musste lächeln. dachte an die spatzen-mami, die zurzeit auf meinem futterbrett ihre jungen füttert, die schon flügge sind. sie piepsen die ganze zeit und die spatzen-mami steckt ihnen immer wieder irgendwas in den schnabel. die jungen da sind etwa genau so weit, dachte ich. dann kam das auto.
im letzten augenblick flogen die vögel über die strasse davon. ausgerechnet über die strasse. ich hoffte, sie schaffen es. aber als das auto vorbei war, lag ein kleiner vogel am strassenrand.
ich weinte. ging langsam zu ihm hin. den hund hielt ich ganz kurz an der leine. konnte ihn nirgends festmachen. und loslassen auch nicht. er ist ein jagdhund.
es war ein kleiner, noch ganz junger spatz. seitlich lag er da, fast auf dem rücken. er ist tot, dachte ich. aber ich sah keine verletzung. und er atmete. das auto hatte ihn fortgeschleudert. er atmete. und hatte die augen offen. der blick des kleinen vogels irrte hin und her.
du musst ihn töten, sagte eine stimme in mir, du musst ihn erlösen. entsetzt, verzweifelt hockte ich vor dem kleinen wesen. töten kann ich nicht. ich kann kein tier töten.
ich nahm ihn vorsichtig in meine rechte hand - links hatte ich den hund - und trug ihn in die wiese. setzte ihn im gras sanft ab. dann ging ich weg, damit ich und der hund an meiner seite ihn nicht noch mehr schockten. ich weiss, dass man junge vögel nicht berühren soll, damit sie von ihren eltern nicht im stich gelassen werden. aber ich habe es nicht über micht gebracht, ihn so auf dem asphalt liegen zu lassen, seitswärts, fast auf dem rücken, sterbend, vielleicht sterbend, und dem nächsten auto ausgeliefert.
hätte ich ihn mitnehmen und versuchen sollen ihn gesund zu pflegen? ich hätte nicht gewusst, wie ihn mitnehmen mit dem hund an meiner seite. der weg zurück zum auto war weit. wie ihn heil heimbringen? wo ihn zu hause sicher unterbringen? und wie ihn überhaupt gesund pflegen? ich kann keine tiere töten, und ich kann sie auch nicht heilen.
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